aktualisiert am 23.05.2026
Fahrer von Fahrzeugen, die unter die EU-Sozialvorschriften fallen, d. h. Fahrzeuge über 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht im gewerblichen Güterverkehr sowie Busse im Linienfernverkehr, sind seit dem 2. Februar 2022 verpflichtet, beim Überschreiten einer Landesgrenze den entsprechenden Ländercode im Fahrtenschreiber einzutragen. Fahrzeuge, die von der Tachographenpflicht befreit sind, unterliegen dieser Anforderung nicht. Die Vorschrift soll die Arbeitsbedingungen im Transportsektor zu verbessern es den Behörden erleichtern, Ausbeutung der Arbeitskraft aufzudecken und dagegen vorzugehen. Was bedeutet diese neue Regelung für den Transportsektor?
Intelligenter Fahrtenschreiber
Ein Tachograph ermöglicht die Kontrolle der Lenk- und Ruhezeiten von Berufskraftfahrern. Das Gerät registriert unter anderem die Fahrstrecke, die Geschwindigkeit sowie die Lenk- und Standzeiten des Fahrers. Früher war dies bei einem analogen Fahrtenschreiber der Fall, der die Daten auf einer Papierscheibe aufzeichnete, aber diese Daten werden seit einiger Zeit digital gespeichert. Im Verkehrssektor vollziehen sich digitale Entwicklungen in rasantem Tempo. Seit dem 21. August 2023 müssen alle neu zugelassenen Fahrzeuge mit dem intelligenten Fahrtenschreiber 2.0 ausgestattet sein. Für bereits im Einsatz befindliche Fahrzeuge gelten folgende Umrüstfristen:- Bis zum 31. Dezember 2024 für Fahrzeuge mit bestimmten Fahrtenschreiber-Versionen.
- Bis zum 18. August 2025 für andere spezifische Versionen.
Hinweis für Fahrzeuge mit Smart Tachograph Version 2
Fahrzeuge mit einem intelligenten Fahrtenschreiber der zweiten Generation (Smart Tachograph V2) erfassen Grenzübertritte automatisch per GNSS. Eine manuelle Eingabe des Ländercodes ist für diese Fahrzeuge grundsätzlich nicht erforderlich. Für alle älteren Geräte, analoge Fahrtenschreiber, digitale Fahrtenschreiber der ersten Generation und Smart Tachograph V1 bleibt die manuelle Eingabe unmittelbar nach dem Grenzübertritt weiterhin Pflicht.
Kampf gegen Ausbeutung der Arbeitskraft
Die neue europäische Gesetzgebung, die die Einführung eines Ländercodes im Fahrtenschreiber vorschreibt, ist das Ergebnis einer zunehmenden Zahl von Anzeichen für Arbeitsausbeutung im Verkehrssektor. Ausländische Fahrer polnischer oder rumänischer Herkunft sollen beispielsweise mit schlechten Arbeitsbedingungen und Unterbezahlung zu kämpfen haben. Das Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft weist daher auf die Bedeutung des europäischen Maßnahmenpakets hin. Das neue Gesetz soll dafür sorgen, dass sich die Arbeitsbedingungen der Lkw-Fahrer verbessern und sie fair bezahlt werden. So kann ein ausländischer Fahrer bald anhand der Daten im Fahrtenschreiber nachweisen, dass er Transportleistungen in Deutschland erbringt. Auf diese Weise soll er auch einen angemessenen Lohn erhalten, der für diese Arbeit üblich ist.
Vermeiden Sie unnötige Bußgelder und Strafpunkte
Transportunternehmen müssen bei Regelverstößen mit saftigen Bußgeldern und Strafpunkten rechnen. Kürzlich wurde deutlich, dass ein Bußgeld ganz schön teuer werden kann. So wurde beispielsweise ein Lkw-Fahrer in Frankreich mit einer Geldstrafe von 2.970 Euro belegt. Der Fahrer hatte es versäumt, zu Beginn und am Ende seiner täglichen Arbeitszeit die Ländervorwahl in den digitalen Tachographen einzugeben. Die Pflicht zur Eingabe des Ländercodes gilt seit dem 2. Februar 2022 verbindlich. Bei Straßenkontrollen wird die korrekte Erfassung aktiv geprüft. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden.
Momentane Situation
Bisher ist jeder Fahrer verpflichtet, sowohl zu Beginn als auch am Ende der Arbeitszeit den Ländercode einzugeben. Steckt er die Fahrerkarte in den Tachographen, will der digitale Tachograph wissen, in welchem Land sich der Fahrer gerade aufhält. Beim Entnehmen der Fahrerkarte stellt sich die Frage, in welchem Land sich der Fahrer gerade aufhält. Die Karte kann auch im Tachographen verbleiben. In diesem Fall ist es ganz einfach, die Ländervorwahl über das Menü einzugeben. In der neuen Situation können Fahrer nicht mehr bis zum Ende der Fahrt warten, sondern müssen beim Überqueren einer Landesgrenze sofort einen Ländercode in den Tachographen eingeben.
Zusätzliche Verzögerung mit Ländercode im Fahrtenschreiber
Die neuen Vorschriften können einige Probleme verursachen. In jedem Fall wird es zu Verzögerungen kommen. Vor allem, wenn die Fahrt Sie an einem Tag über mehrere Grenzen führt. Wenn Sie beispielsweise von Düsseldorf über die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich in die Schweiz fahren, müssen Sie mehrmals anhalten, um die Ländervorwahl zu ändern. Das bedeutet also, jedes Mal einen Parkplatz zu suchen und den Ländercode zu ändern.
Kluger Umgang mit den neuen Regeln dank Smart Tacho 2
Das oben skizzierte Bild der Probleme, die sich durch die neuen Vorschriften ergeben können, lässt sich sehr einfach durch den Einsatz digitaler Tachographen der neuesten Generation lösen. Seit August 2023 ist dies für neue Lkw verpflichtend. Ältere Lkw müssten bis spätestens 31.12.2024 mit dem neuen smarten Tachographen ausgestattet werden. Wer bereits einen Smart Tacho 1 besitzt, muss diesen bis spätestens 19. August 2025 ersetzen. Der neue Smart Tacho 2 bietet noch mehr Bedienkomfort und erleichtert Ihnen den Umgang mit den neuen Regeln erheblich.
Länderkennung automatisch in Fahrtenschreiber eingeben
Der neue smarte Fahrtenschreiber Tacho 2 erfasst beim Grenzübertritt automatisch die Position Ihres Lkw. Das spart viel Ärger und bedeutet pure Zeitersparnis. Dank Smart Tacho 2 müssen Sie nicht hinter dem Grenzübergang in eine Parklücke hetzen. Das Gerät sorgt dafür, dass Ihre Position automatisch im digitalen Tachographen gespeichert wird. Darum müssen Sie sich also keine Sorgen mehr machen. Sie können das Gerät auch mit Ihrem Smartphone verbinden. Dadurch wird die manuelle Eingabe von Daten noch einfacher und die Wahrscheinlichkeit, Fehler zu machen, ist viel geringer.
Vorteile
Der Einsatz des Smart Tacho 2 bietet weitere Vorteile, wie zum Beispiel eine neue Funktion, die automatisch die Position des Fahrzeugs beim Be- und Entladen erfasst. Auch die Registrierung des Start- und Endlandes ist viel einfacher. Der neue Tachograph spart Zeit und Geld. Aber vielleicht genauso wichtig, Sie können sich wieder viel besser auf die Arbeit konzentrieren, für die Sie ausgebildet wurden und die Sie gerne tun. Fahren Sie Ihren LKW und transportieren Sie Waren von A nach B.
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