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Wie funktioniert die Frachtbörsen-Anbindung in einer TMS-Software?

Die Frachtbörsen-Anbindung in einer TMS-Software funktioniert über eine direkte digitale Schnittstelle, die Frachtangebote aus externen Plattformen automatisch in das Transport Management System überträgt. So können Disponenten Aufträge direkt im TMS annehmen, planen und abwickeln, ohne zwischen verschiedenen Programmen wechseln zu müssen. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die technische Funktionsweise, die Einrichtung und den Nutzen einer solchen Anbindung.

Welche Frachtbörsen lassen sich an ein TMS anbinden?

Die meisten modernen TMS-Softwarelösungen unterstützen die Anbindung an die gängigen europäischen Frachtbörsen wie Timocom, Transporeon, Teleroute und freight-hub. Welche Plattformen konkret verfügbar sind, hängt vom jeweiligen TMS-Anbieter und den genutzten Schnittstellen ab. In der Praxis decken die meisten Systeme die marktführenden Börsen ab, die im deutschsprachigen und europäischen Raum am weitesten verbreitet sind.

Für Transportunternehmen, die grenzüberschreitend arbeiten, ist es wichtig zu prüfen, ob das TMS auch internationale Frachtbörsen einbindet. Viele Anbieter erweitern ihre Schnittstellen kontinuierlich, sodass neue Plattformen im Laufe der Zeit hinzukommen. Wenn Sie regelmäßig mit einer bestimmten Börse arbeiten, lohnt es sich, beim TMS-Anbieter direkt nachzufragen, ob diese bereits unterstützt wird oder geplant ist.

Wie funktioniert die technische Schnittstelle zwischen Frachtbörse und TMS?

Die Verbindung zwischen einer Frachtbörse und einem Transport Management System läuft in der Regel über eine API-Schnittstelle oder ein standardisiertes Datenformat wie EDI. Das TMS fragt dabei in definierten Intervallen neue Frachtangebote ab oder empfängt diese in Echtzeit, sobald ein passendes Angebot auf der Börse erscheint.

Technisch gesehen authentifiziert sich das TMS bei der Frachtbörse mit einem API-Schlüssel oder einem Benutzerkonto. Danach werden Daten wie Abholort, Zielort, Frachtgewicht, Fahrzeugtyp und Preis strukturiert übertragen. Das TMS verarbeitet diese Informationen und stellt sie dem Disponenten in der gewohnten Oberfläche dar, ohne dass ein manuelles Kopieren oder Übertragen nötig ist.

Moderne Systeme können darüber hinaus Filter und Regeln anwenden: Das TMS zeigt nur Angebote an, die zu den verfügbaren Fahrzeugen, Routen oder Kapazitäten passen. Das reduziert den Aufwand für die Disponenten erheblich und sorgt dafür, dass nur relevante Aufträge angezeigt werden.

Was passiert nach der Auftragsannahme aus der Frachtbörse?

Nach der Annahme eines Auftrags aus der Frachtbörse überträgt das TMS alle relevanten Auftragsdaten automatisch in die Transportplanung. Der Auftrag erscheint direkt im Planungssystem und kann sofort einem Fahrer oder Fahrzeug zugewiesen werden, ohne dass Daten manuell eingegeben werden müssen.

Folgende Schritte laufen nach der Auftragsannahme typischerweise ab:

  • Die Auftragsdaten werden automatisch in die Tourenplanung übernommen.
  • Das System prüft verfügbare Fahrzeuge und Fahrer anhand aktueller Kapazitäten.
  • Der Fahrer erhält die Auftragsdetails direkt auf sein mobiles Endgerät.
  • Dokumente wie Frachtbriefe oder Lieferscheine werden automatisch generiert.
  • Der Auftragsstatus wird in Echtzeit aktualisiert und ist für alle Beteiligten sichtbar.

Dieser durchgängige Prozess verhindert Übertragungsfehler und spart Zeit, die sonst für manuelle Dateneingaben verloren geht. Gleichzeitig bleiben alle Auftragsdaten zentral gespeichert und sind jederzeit nachvollziehbar.

Welche Vorteile bringt eine direkte Frachtbörsen-Anbindung gegenüber manueller Nutzung?

Eine direkte Frachtbörsen-Anbindung im TMS spart gegenüber der manuellen Nutzung erheblich Zeit und reduziert Fehlerquellen. Wer Frachtangebote bisher manuell aus der Börse in sein Planungssystem übertragen hat, kennt das Problem: Tippfehler, doppelte Datenpflege und zeitraubende Wechsel zwischen verschiedenen Programmen.

Die konkreten Vorteile im Überblick:

  • Weniger Aufwand: Auftragsdaten werden automatisch übernommen, kein manuelles Abtippen.
  • Schnellere Reaktionszeit: Disponenten können Angebote sofort annehmen, bevor ein Mitbewerber zugreift.
  • Weniger Fehler: Automatische Datenübertragung schließt Eingabefehler weitgehend aus.
  • Bessere Auslastung: Das System zeigt passende Angebote für freie Kapazitäten an und hilft, Leerfahrten zu reduzieren.
  • Zentraler Überblick: Alle Aufträge, egal ob aus der Börse oder aus anderen Quellen, sind an einem Ort sichtbar.

Gerade in Zeiten, in denen Disponenten viele Aufgaben gleichzeitig managen, macht dieser Zeitgewinn einen spürbaren Unterschied im Arbeitsalltag.

Wann lohnt sich die Frachtbörsen-Anbindung im TMS?

Die Frachtbörsen-Anbindung lohnt sich besonders dann, wenn ein Unternehmen regelmäßig Aufträge über Frachtbörsen akquiriert und dabei viel Zeit mit manueller Dateneingabe verbringt. Schon ab einer Handvoll Börsenaufträge pro Woche macht die Automatisierung einen spürbaren Unterschied.

Folgende Situationen sprechen klar für eine Anbindung:

  • Das Unternehmen nutzt Frachtbörsen aktiv zur Auslastungsoptimierung.
  • Disponenten wechseln täglich mehrfach zwischen Frachtbörse und Planungssystem.
  • Leerfahrten sollen durch schnelleres Reagieren auf Angebote reduziert werden.
  • Das Team wächst und manuelle Prozesse werden zur Engstelle.
  • Fehler bei der Dateneingabe führen zu Problemen in der Auftragsabwicklung.

Für kleinere Betriebe, die nur gelegentlich eine Frachtbörse nutzen, kann die manuelle Nutzung vorerst ausreichen. Mit steigendem Auftragsvolumen lohnt sich die Anbindung jedoch schnell, da der Aufwand für manuelle Prozesse überproportional wächst.

Wie läuft die Einrichtung einer Frachtbörsen-Anbindung im TMS ab?

Die Einrichtung einer Frachtbörsen-Anbindung im TMS erfolgt in wenigen Schritten und erfordert in der Regel keine tiefgreifenden IT-Kenntnisse. Der TMS-Anbieter begleitet den Prozess meist mit einem Onboarding-Support, sodass die Anbindung schnell betriebsbereit ist.

Der typische Ablauf sieht so aus:

  1. Zugangsdaten bereitstellen: Das Unternehmen gibt die Zugangsdaten des Frachtbörsen-Kontos im TMS ein oder erhält einen API-Schlüssel von der Börse.
  2. Schnittstelle aktivieren: Im TMS wird die entsprechende Frachtbörse als Datenquelle freigeschaltet.
  3. Filter konfigurieren: Das Unternehmen legt fest, welche Angebote angezeigt werden sollen, zum Beispiel nach Region, Fahrzeugtyp oder Mindestpreis.
  4. Testlauf durchführen: Die Verbindung wird mit einem Testauftrag geprüft, um sicherzustellen, dass Daten korrekt übertragen werden.
  5. Schulung des Teams: Die Disponenten werden in der neuen Funktion eingewiesen, damit sie die Anbindung effektiv nutzen können.

Die Einrichtung dauert je nach System und Frachtbörse meist nur wenige Stunden bis zu einem Tag. Danach läuft die Anbindung im Hintergrund und erfordert kaum Wartungsaufwand.

So unterstützt FleetGO Sie bei der Frachtbörsen-Anbindung

Unser TMS Enterprise bietet eine vollständig integrierte Lösung für Transportunternehmen, die ihre Frachtbörsen-Nutzung automatisieren möchten. Wir verbinden Ihre bevorzugten Frachtbörsen direkt mit Ihrer Transportplanung und sorgen dafür, dass Aufträge ohne Medienbrüche von der Annahme bis zur Abrechnung durchlaufen.

Das bieten wir konkret:

  • Anbindung an führende europäische Frachtbörsen direkt im Transport Management System
  • Automatische Übernahme von Auftragsdaten in die Tourenplanung
  • Konfigurierbare Filter für passende Angebote nach Fahrzeugtyp, Region und Kapazität
  • Echtzeit-Statusverfolgung aller Aufträge in einer zentralen Oberfläche
  • Persönlicher Onboarding-Support durch unser Expertenteam

Möchten Sie sehen, wie die Frachtbörsen-Anbindung in der Praxis funktioniert? Sprechen Sie uns an und wir zeigen Ihnen das System in einer persönlichen Demo.

Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Gesetze und Vorschriften unterliegen Änderungen — aus dem Inhalt dieses Artikels können daher keine Rechte abgeleitet werden. Konsultieren Sie stets einen Rechts- oder Finanzspezialisten und überprüfen Sie die aktuellsten Informationen bei den zuständigen offiziellen Behörden.

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