Ein Transport Management System reduziert Frachtkosten, indem es Routen, Auslastung und Transportplanung automatisch optimiert. Statt manueller Entscheidungen auf Basis unvollständiger Daten arbeitet ein TMS mit Echtzeit-Informationen und Algorithmen, die den günstigsten und effizientesten Transportweg berechnen. Das Ergebnis: weniger Leerfahrten, bessere Auslastung und niedrigere Kosten pro Sendung. Die folgenden Abschnitte beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Frachtkostenoptimierung mit TMS Software.
Welche Frachtkosten lassen sich mit einem TMS tatsächlich reduzieren?
Mit einem Transport Management System lassen sich vor allem Kraftstoffkosten, Leerfahrten, Überkapazitäten und administrative Kosten reduzieren. Ein TMS analysiert kontinuierlich alle Transportvorgänge und zeigt auf, wo Geld verloren geht, zum Beispiel durch schlecht geplante Routen, ungenutzte Ladekapazitäten oder eine ineffiziente Frachtträgerwahl.
Konkret wirkt sich ein TMS auf folgende Kostenbereiche aus:
- Kraftstoff: Optimierte Routen verkürzen die zurückgelegte Strecke und senken den Verbrauch direkt.
- Leerfahrten: Bessere Planung sorgt dafür, dass Fahrzeuge auf dem Rückweg ebenfalls beladen sind.
- Frachtträgerwahl: Das System vergleicht automatisch verschiedene Spediteure und wählt die günstigste Option für jede Sendung.
- Verwaltungsaufwand: Automatisierte Prozesse ersetzen manuelle Dateneingabe und reduzieren Fehler, die sonst zu Nacharbeit und Verzögerungen führen.
- Strafen und Bußgelder: Bessere Einhaltung von Lieferzeitfenstern und gesetzlichen Vorschriften verhindert teure Verstöße.
Wichtig ist dabei: Die tatsächliche Ersparnis hängt vom Ausgangszustand ab. Wer heute noch vollständig manuell plant, hat in der Regel das größte Potenzial.
Wie berechnet ein TMS die optimale Route und Auslastung?
Ein TMS berechnet die optimale Route und Auslastung mithilfe von Optimierungsalgorithmen, die mehrere Variablen gleichzeitig berücksichtigen: Entfernung, Fahrzeugkapazität, Zeitfenster, Verkehrslage und Kundenvorgaben. Das System bewertet dabei nicht nur eine Route, sondern Hunderte mögliche Kombinationen und wählt die wirtschaftlichste aus.
Der Prozess läuft in mehreren Schritten ab:
- Auftragserfassung: Alle Lieferaufträge mit ihren Anforderungen werden ins System eingespielt.
- Fahrzeug- und Ressourcenzuordnung: Das TMS prüft, welche Fahrzeuge verfügbar sind und welche Kapazitäten sie bieten.
- Routenberechnung: Der Algorithmus berechnet die effizienteste Reihenfolge der Stopps unter Berücksichtigung aller Einschränkungen.
- Echtzeitanpassung: Treten Verzögerungen oder Änderungen auf, passt das System die Planung dynamisch an.
Gute TMS Software vergleicht dabei kontinuierlich den Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand, also was geplant war und was tatsächlich passiert. So lassen sich Abweichungen sofort erkennen und korrigieren.
Was ist der Unterschied zwischen Frachtkostenoptimierung und Routenplanung?
Routenplanung ist ein Teil der Frachtkostenoptimierung, aber nicht dasselbe. Routenplanung beschäftigt sich damit, wie ein Fahrzeug von A nach B kommt. Frachtkostenoptimierung geht weiter und fragt: Wie transportiere ich Waren insgesamt so günstig und effizient wie möglich, inklusive Trägerwahl, Konsolidierung und Vertragsgestaltung?
Ein einfaches Beispiel macht den Unterschied deutlich:
- Routenplanung: Welche Strecke fährt der Lkw heute, um fünf Kunden anzufahren?
- Frachtkostenoptimierung: Sollte dieser Transport überhaupt mit einem eigenen Lkw durchgeführt werden, oder ist ein externer Spediteur günstiger? Können mehrere Aufträge konsolidiert werden? Welche Ladekapazität wird genutzt?
Ein vollständiges Transport Management System deckt beide Bereiche ab. Es plant Routen, optimiert aber gleichzeitig die gesamte Transportkette strategisch und operativ.
Welche Daten braucht ein TMS, um Frachtkosten zu optimieren?
Ein TMS braucht vor allem Auftragsdaten, Fahrzeugdaten, Standortdaten und Kostendaten, um Frachtkosten sinnvoll zu optimieren. Je vollständiger und aktueller diese Daten sind, desto genauer und effizienter arbeitet das System.
Im Einzelnen sind das:
- Auftragsdaten: Lieferadressen, Zeitfenster, Gewicht, Volumen und besondere Anforderungen wie Kühlung.
- Fahrzeugdaten: Kapazitäten, Verfügbarkeit, Kraftstoffverbrauch und Wartungsstatus der Flotte.
- Fahrerdaten: Lenk- und Ruhezeiten sowie aktuelle Standorte der Fahrer.
- Kostendaten: Frachtraten, Kraftstoffpreise, Mautkosten und Spediteurkonditionen.
- Echtzeit-Verkehrsdaten: Aktuelle Stau- und Streckenmeldungen für dynamische Anpassungen.
Viele Unternehmen unterschätzen, wie viele dieser Daten bereits vorhanden sind, aber in verschiedenen Systemen verteilt liegen. Ein TMS bringt diese Informationen zusammen und macht sie nutzbar.
Wann lohnt sich ein TMS für die Frachtkostenoptimierung?
Ein TMS lohnt sich, sobald die Komplexität der Transportplanung manuell nicht mehr effizient bewältigt werden kann. Das ist in der Regel der Fall ab einer gewissen Anzahl von Fahrzeugen, Aufträgen oder Standorten, oder wenn Frachtkosten ein relevanter Kostenfaktor im Unternehmen sind.
Konkrete Signale, dass ein TMS sinnvoll ist:
- Die Routenplanung kostet täglich viel Zeit und basiert auf Erfahrungswissen statt auf Daten.
- Leerfahrten oder schlechte Auslastung sind ein bekanntes Problem, aber die Ursache ist unklar.
- Frachtkosten steigen, ohne dass klar ist, warum.
- Kunden beschweren sich über unzuverlässige Lieferzeiten.
- Mehrere Spediteure werden genutzt, aber ein systematischer Vergleich fehlt.
Für kleine Betriebe mit wenigen Fahrzeugen und einfachen Strukturen kann eine einfachere Lösung zunächst ausreichen. Wächst das Unternehmen jedoch, zahlt sich eine skalierbare TMS Software langfristig aus.
Wie lässt sich ein TMS in bestehende ERP- und WMS-Systeme integrieren?
Ein modernes Transport Management System lässt sich über standardisierte Schnittstellen, sogenannte APIs, in bestehende ERP- und WMS-Systeme integrieren. Dabei werden Daten automatisch zwischen den Systemen ausgetauscht, sodass keine manuelle Doppeleingabe nötig ist und alle Abteilungen mit denselben aktuellen Informationen arbeiten.
Die Integration funktioniert typischerweise so:
- Das ERP-System übergibt Auftragsdaten an das TMS, sobald ein Auftrag erfasst wird.
- Das TMS plant den Transport und meldet Statusupdates zurück an das ERP.
- Das WMS koordiniert die Lagerseite, zum Beispiel Kommissionierung und Bereitstellung, und gibt dem TMS den Abfahrtszeitpunkt vor.
- Alle Systeme teilen eine gemeinsame Datenbasis, was Fehler durch Medienbrüche verhindert.
Wichtig bei der Auswahl eines TMS ist, dass es offen für Integrationen ist und nicht als isolierte Lösung betrieben werden muss. Ein gut integriertes System spart nicht nur Frachtkosten, sondern auch erheblichen Verwaltungsaufwand.
So hilft FleetGO bei der Frachtkostenoptimierung
Wir bei FleetGO bieten mit dem TMS Enterprise eine vollständige Lösung, die genau die Fragen beantwortet, die in diesem Artikel beschrieben werden. Unser System ist Teil der ersten von Fraunhofer IML in Europa vollständig validierten Software-Suite und erfüllt die Anforderungen der VDI-Richtlinie 3601.
Das TMS Enterprise unterstützt Sie konkret bei:
- Automatischer Tourenplanung mit eigenen Optimierungsalgorithmen für minimale Kosten und maximale Auslastung.
- Echtzeitüberwachung der gesamten Flotte mit direktem Vergleich von Ist- und Soll-Daten.
- Strategischer und operativer Planung in einem System, zugeschnitten auf Produktion, Handel und Dienstleistung.
- Nahtloser Integration mit bestehenden ERP- und WMS-Systemen für einen ganzheitlichen Datenfluss.
- Skalierbarer Nutzung, die mit Ihrem Unternehmen wächst, egal ob Sie zehn oder tausend Fahrzeuge betreiben.
Möchten Sie wissen, wie viel Potenzial in Ihrer Transportplanung steckt? Sprechen Sie uns an und wir zeigen Ihnen, was mit dem richtigen Transport Management System möglich ist.
Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Gesetze und Vorschriften unterliegen Änderungen — aus dem Inhalt dieses Artikels können daher keine Rechte abgeleitet werden. Konsultieren Sie stets einen Rechts- oder Finanzspezialisten und überprüfen Sie die aktuellsten Informationen bei den zuständigen offiziellen Behörden.
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