Mit einem Transport Management System lassen sich zentrale Logistik-KPIs automatisch erfassen und auswerten: Transportkosten pro Sendung, Lieferpünktlichkeit, Fahrzeugauslastung, CO₂-Emissionen und Routeneffizienz. Diese Kennzahlen entstehen direkt aus den operativen Daten, die das System ohnehin verarbeitet. Das macht manuelle Auswertungen überflüssig und liefert Ihnen belastbare Zahlen in Echtzeit. In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die KPI-Messung mit TMS-Software.
Welche Logistik-KPIs lassen sich überhaupt automatisch erfassen?
Ein modernes Transport Management System erfasst automatisch alle KPIs, die aus Fahrzeugdaten, Auftragsdaten und Routeninformationen entstehen. Dazu gehören Transportkosten pro Sendung, Lieferpünktlichkeit, Fahrzeugauslastung, Leerkilometer, Kraftstoffverbrauch und Durchlaufzeiten. Das System zieht diese Werte direkt aus dem laufenden Betrieb, ohne dass jemand manuell etwas eintippen muss.
Konkret bedeutet das: Jede abgeschlossene Tour hinterlässt Datenpunkte. Wann ist der Fahrer losgefahren? Wann wurde geliefert? Wie viel Kraftstoff wurde verbraucht? Wie weit war die Route im Vergleich zur geplanten Strecke? All diese Informationen landen automatisch im System und lassen sich zu aussagekräftigen KPIs verdichten.
Besonders nützlich ist die Möglichkeit, Soll- und Ist-Werte direkt gegenüberzustellen. Wenn eine Route laut Planung 180 Kilometer lang sein sollte, aber 220 gefahren wurden, sehen Sie das sofort. Das gibt Ihnen eine konkrete Grundlage, um Abweichungen zu analysieren und Prozesse zu verbessern.
Wie berechnet ein TMS die Transportkosten pro Sendung?
Ein TMS berechnet die Transportkosten pro Sendung, indem es alle relevanten Kostenfaktoren einer Tour auf die einzelnen Sendungen aufteilt. Das umfasst Kraftstoffkosten, Fahrerkosten, Fahrzeugabschreibung und externe Frachtkosten. Die Berechnung erfolgt auf Basis der tatsächlich gefahrenen Route und der erfassten Verbrauchsdaten.
Das klingt einfach, ist aber in der Praxis oft eine der schwierigsten Aufgaben im Logistikcontrolling. Wenn ein Fahrzeug mehrere Stopps auf einer Tour anfährt, muss das System die Gesamtkosten sinnvoll auf die einzelnen Aufträge verteilen. Dabei spielen Faktoren wie das Gewicht der Sendung, das Volumen oder die Entfernung zum jeweiligen Lieferpunkt eine Rolle.
Mit diesen Daten können Sie konkrete Fragen beantworten: Welche Kunden oder Regionen sind profitabel? Wo übersteigen die Kosten den vereinbarten Frachtpreis? Welche Touren lohnen sich, und welche sollten neu kalkuliert werden? Das sind Erkenntnisse, die ohne automatische Kostenerfassung kaum zuverlässig zu gewinnen sind.
Was ist eine gute On-Time-Delivery-Rate in der Logistik?
Eine gute On-Time-Delivery-Rate liegt in der Logistik je nach Branche und Kundensegment zwischen 95 und 98 Prozent. Werte darunter deuten auf systematische Probleme in der Tourenplanung, bei der Kapazitätssteuerung oder in der Kommunikation mit Empfängern hin. Für zeitkritische Bereiche wie Lebensmittel oder Pharma gelten noch engere Toleranzen.
Ein TMS misst die On-Time-Delivery-Rate, indem es den geplanten Lieferzeitpunkt mit dem tatsächlichen Ankunftszeitpunkt vergleicht. Dabei können Sie selbst definieren, welches Zeitfenster als „pünktlich“ gilt: zum Beispiel plus oder minus 30 Minuten gegenüber dem vereinbarten Termin.
Wichtig ist nicht nur der Gesamtwert, sondern auch die Aufschlüsselung nach Ursachen. Kam die Verspätung durch Verkehr, durch einen zu engen Zeitplan, durch Probleme beim Kunden oder durch einen Fahrerwechsel? Nur wenn Sie die Ursache kennen, können Sie gezielt gegensteuern. Ein gutes TMS hilft Ihnen dabei, diese Muster sichtbar zu machen.
Wie misst ein TMS die Auslastung von Fahrzeugen und Routen?
Ein TMS misst die Fahrzeugauslastung, indem es das tatsächlich transportierte Gewicht oder Volumen ins Verhältnis zur maximalen Ladekapazität setzt. Bei Routen wird zusätzlich der Anteil produktiver Kilometer an der Gesamtstrecke ausgewertet, also wie viel der gefahrenen Strecke tatsächlich mit Ladung zurückgelegt wurde.
Zwei Kennzahlen stehen dabei im Mittelpunkt:
- Kapazitätsauslastung: Wie viel Prozent der verfügbaren Ladekapazität wurden genutzt? Ein Fahrzeug, das regelmäßig nur halb beladen fährt, verursacht unnötige Kosten.
- Leerkilometerquote: Wie viele Kilometer wurden ohne Ladung gefahren? Hohe Leerkilometer sind ein direkter Hinweis auf Optimierungspotenzial bei der Tourenplanung.
Diese Daten helfen Ihnen, Fahrzeuge effizienter einzusetzen, Touren besser zu bündeln und Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo sie am meisten bringen. Besonders bei wachsenden Flotten macht dieser Überblick einen großen Unterschied.
Welche KPIs sind für CO₂- und Nachhaltigkeitsberichte relevant?
Für CO₂- und Nachhaltigkeitsberichte in der Logistik sind folgende KPIs relevant: CO₂-Emissionen pro Sendung oder Tonnenkilometer, Kraftstoffverbrauch pro Fahrzeug und Route, Anteil alternativer Antriebe an der Flotte sowie Leerkilometerquote. Diese Werte bilden die Grundlage für gesetzlich geforderte und freiwillige Nachhaltigkeitsberichte.
Der Druck auf Logistikunternehmen, Emissionsdaten transparent zu machen, wächst. Kunden fragen zunehmend nach dem CO₂-Fußabdruck ihrer Lieferungen, und regulatorische Anforderungen wie die CSRD-Berichtspflicht betreffen 2026 immer mehr Unternehmen in Europa.
Ein TMS liefert diese Daten automatisch, weil es ohnehin Kraftstoffverbrauch und Streckendaten erfasst. Auf dieser Basis lässt sich der CO₂-Ausstoß pro Tour, pro Fahrzeug oder pro Sendung berechnen. Das macht Nachhaltigkeitsberichte nicht nur einfacher, sondern auch belastbarer, weil die Zahlen direkt aus dem operativen Betrieb stammen und nicht geschätzt werden müssen.
Wie lassen sich TMS-KPIs mit ERP- und FMS-Daten kombinieren?
TMS-KPIs lassen sich mit ERP- und FMS-Daten kombinieren, indem die Systeme über standardisierte Schnittstellen Daten austauschen. Das TMS liefert Transportkosten und Lieferkennzahlen, das ERP ergänzt Auftragswerte und Kundendaten, das FMS steuert Fahrzeugzustands- und Wartungsdaten bei. Zusammen entsteht ein vollständiges Bild der Logistikperformance.
Warum ist diese Kombination so nützlich? Weil einzelne Systeme immer nur einen Ausschnitt zeigen. Das TMS weiß, dass eine Tour teurer als geplant war. Aber erst mit den ERP-Daten sehen Sie, ob der Auftrag trotzdem profitabel war. Und erst mit den FMS-Daten wissen Sie, ob ein erhöhter Kraftstoffverbrauch an der Route oder am Fahrzeugzustand lag.
Praktisch bedeutet das: Sie brauchen keine drei separaten Dashboards mehr. Stattdessen fließen alle relevanten Kennzahlen in eine zentrale Auswertung. Das spart Zeit, reduziert Fehler durch manuelle Datenübertragung und gibt Ihnen eine verlässliche Grundlage für operative und strategische Entscheidungen.
So hilft FleetGO bei der KPI-Messung im Transport
Wir bei FleetGO haben unser TMS Enterprise genau für diese Anforderungen entwickelt. Es ist die erste von Fraunhofer IML in Europa vollständig validierte Software-Suite und erfüllt alle Funktionsanforderungen der VDI-Richtlinie 3601. Was das für Sie bedeutet: Sie bekommen ein System, das nicht nur gut klingt, sondern nachweislich hält, was es verspricht.
Mit unserem TMS können Sie konkret folgende KPIs automatisch erfassen und auswerten:
- Transportkosten pro Sendung und Route
- On-Time-Delivery-Rate mit Ursachenanalyse
- Fahrzeugauslastung und Leerkilometerquote
- CO₂-Emissionen pro Tour und Sendung
- Soll-Ist-Vergleich für Routen und Zeiten in Echtzeit
Dazu bieten wir eine nahtlose Integration mit bestehenden ERP- und FMS-Systemen, damit Ihre Daten nicht in Silos stecken bleiben. Unsere TMS-Software wächst mit Ihrem Unternehmen, egal ob Sie 5 oder 500 Fahrzeuge im Einsatz haben. Wenn Sie sehen möchten, welche KPIs in Ihrem Betrieb konkret messbar sind, sprechen Sie uns gerne an.
Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken. Gesetze und Vorschriften unterliegen Änderungen — aus dem Inhalt dieses Artikels können daher keine Rechte abgeleitet werden. Konsultieren Sie stets einen Rechts- oder Finanzspezialisten und überprüfen Sie die aktuellsten Informationen bei den zuständigen offiziellen Behörden.
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