OBD-Anschluss

Als OBD-Anschluss wird die Schnittstelle zum On-Board-Diagnosesystem bezeichnet. Alle modernen Fahrzeuge verfügen über einen solchen Anschluss. Über diese Schnittstelle ist der Zugriff zum Fahrzeugdiagnosesystem und dem Fehlerspeicher des Wagens möglich.

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Seit wann gibt es den OBD-Anschluss?

Systeme für die Fahrzeugdiagnose wurden ursprünglich von einigen großen Fahrzeugherstellern konzipiert. Dazu zählten Volkswagen und General Motors. Teil der Systeme waren auch Diagnosestecker, was einen einfachen Anschluss des Fahrzeugs an ein externes Lesegerät ermöglichte. Somit hatte jeder Hersteller eigene Lösungen, und die Schnittstellen waren nicht untereinander kompatibel. Diese Phase wird auch als OBD I bezeichnet.

Inzwischen gibt es eine Norm für OBD. Diese legt die Form und Belegung der OBD-Schnittstelle fest. Das ist ein 16-Pin-Standardstecker, sodass Fahrzeuge jedes Herstellers leicht zugänglich sind. Die genormte Form wird OBD II genannt. In der Europäischen Union wurde dies mit der Verordnung Nr. 715/2007 festgelegt. Diese auch EOBD genannte Verordnung gilt seit Anfang 2001. Fahrzeuge aus den USA sind bereits seit 1996 verpflichtend kompatibel mit OBD II. In einigen Modellen, die in Europa unterwegs sind und deren Baujahr vor 2001 liegt, findet sich somit auch ein OBD-II-Anschluss.

Welche Aufgabe hat der OBD-Anschluss?

Der OBD-Anschluss gibt Zugriff auf das Fahrzeugdiagnosesystem. Moderne Fahrzeuge sammeln über die Elektronik eine Reihe von Informationen. Ursprünglich war die On-Board-Diagnose ein reines System für die Abgasüberwachung. Inzwischen liefert es deutlich mehr Informationen. Dazu gehören vor allem:

  • Daten aus dem Fehlerspeicher
  • Werte der Lambdasonde
  • Informationen zur Motorfunktion wie Drehzahl und Last
  • Angaben des Katalysators

Der OBD-Anschluss stellt diese Daten über Protokolle bereit, was den Anschluss von Lesegeräten ermöglicht. Dieser wird auch als OBD-Stecker bezeichnet. Mehr darüber gibt es im Artikel über OBD-Stecker zu lesen.

Wo befindet sich der OBD-Anschluss?

Es gibt keinen genormten Punkt, an dem die Schnittstelle zu finden ist. Die Vorgabe ist lediglich, dass sich der OBD-Anschluss im Fahrzeuginneren befinden muss. Die spätere OBD-II-Richtlinie ist konkreter und schreibt vor, dass der Anschluss im Fahrgastraum zu finden sein muss. Dies ist somit von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. In den meisten Fällen befindet sich der Anschluss jedoch im Bereich unter dem Lenkrad. Weitere Optionen sind der Kofferraum oder in der Nähe der Mittelkonsole. Gerade bei älteren Fahrzeugen ist der Anschluss oft nicht im Fahrgastraum zu finden.

Neben den OBD-Informationen werden auch die aktuellen Positionsdaten übermittelt. Diese sind die Grundlage für die GPS-Ortung. Dies in Verbindung mit FleetGO’s Remote Tacho Download ist die optimale Lösung für Ihr Fuhrparkmanagement. Damit können Flottenmanager ganz einfach remote den Fahrtenschreiber auslesen und unkompliziert alle Vorschriften für die komplette Flotte erfüllen. Zusätzlich gibt es eine Option zur Fahrtenschreiberanalyse.

Welche Fahrzeuge besitzen einen OBD-Anschluss?

Ein OBD-Abschluss findet sich bereits in Fahrzeugen aus den 1980er- und 1990er-Jahren. Diese Schnittstellen sind jedoch oft nicht genormt und benötigen somit ein herstellerspezifisches System für den Zugriff. OBD II ist bei Pkw mit Ottomotor in der Europäischen Union ab dem Baujahr 2001 verpflichtend. Bei Pkw mit Dieselmotor greift diese Pflicht ab dem Baujahr 2004. Das betrifft Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von 2,5 Tonnen und darunter.

In Nutzfahrzeugen findet sich eine abweichende Schnittstelle. Diese ist zwar nach dem Standard OBD II gepolt. Jedoch verhindert ein Mittelsteg, dass ein Diagnosegerät für einen Pkw mit dem Anschluss in Lkw gekoppelt werden kann. Dieser OBD-II-Anschluss für Lkw wird Typ B genannt, während Anschlüsse in Pkw zum Typ A gehören.

Quelle:

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