OBD Stecker

Was ist ein OBD Stecker?

OBD steht als Abkürzung für On-Board-Diagnose und bezeichnet ein System für die Fahrzeugdiagnose. Teil dieser Technik ist eine Schnittstelle. An diese lassen sich OBD Auslesegeräte anschließen. Auf diesem Weg ist über einen OBD Stecker der direkte Zugriff auf den Speicher und die elektronischen Systeme des Fahrzeugs möglich.

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Welche Arten von OBD Steckern existieren?

Gebräuchlich werden Systeme für die kabellose Übertragung von Informationen als OBD Stecker bezeichnet. Dies sind Stecker, die permanent oder für einen längeren Zeitraum an der OBD-Schnittstelle im Fahrzeug installiert werden. In dieser Form übertragen die OBD Stecker nicht nur die gespeicherten Informationen aus dem Fehlerspeicher, sondern stellen auch Daten in Echtzeit zur Verfügung. Dies gelingt sogar während der Fahrt. Die kabellose Übertragung ist via Funk, WLAN, Bluetooth oder Mobilfunk möglich. Darüber hinaus gibt es noch kabelgebundene OBD Stecker. Diese nutzen beispielsweise Werkstätten für das Auslesen des Fehlerspeichers. Dies sind die verschiedenen Arten von OBD Steckern:

  • OBD Stecker mit USB
  • OBD Stecker mit Wi-Fi oder Bluetooth
  • OBD Dongle mit GPS und Mobilfunk
  • kabelgebundene OBD Systeme

OBD Stecker mit WLAN und Bluetooth

Diese Form der OBD Stecker sind für die temporäre Installation an der OBD-Schnittstelle konzipiert. Sie kommen zum Einsatz, um den Fehlerspeicher auszulesen oder Daten während einer Testfahrt zu sammeln. Die OBD Stecker mit WLAN oder Bluetooth werden kabellos mit einem Gerät in der Nähe gekoppelt. Auf diesem befindet sich Software für die Auswertung von OBD-Daten. Geeignet sind beispielsweise Tablets und Smartphones mit OBD App oder Laptops mit entsprechender Software. So kann der Beifahrer beispielsweise während der Fahrt die aktuellen OBD-Daten kontrollieren.

OBD Dongle mit GPS und Mobilfunk

Eine weitere Form der OBD Stecker sind OBD Dongles, die mit GPS und Mobilfunk ausgestattet sind. Im Stecker sind ein Mobilfunkmodem mit SIM-Karte sowie ein GPS-Empfänger eingebaut. Ein solcher GPS OBD Dongle wird meist permanent an der OBD-Schnittstelle angeschlossen. Diese Systeme übertragen die Informationen in Echtzeit. Dank des Mobilfunksenders ist es möglich, die Informationen über große Entfernung zu senden. Auch über Ländergrenzen hinweg funktioniert dieses System. Neben den OBD-Informationen übermittelt ein solcher GPS OBD Dongle auch die aktuellen Positionsdaten, die für die GPS-Ortung festgestellt werden.

OBD Stecker mit Kabelverbindung

Die klassische Form der OBD Stecker sind kabelgebundene Systeme. Diese verbinden den OBD-Port direkt mit einem OBD 2 Diagnosegerät. Es gibt Werkstattgeräte, die mit einem Drucker ausgestattet sind. Kompakter sind die OBD-Hand-Diagnosegeräte, die teilweise auch im privaten Bereich eingesetzt werden. Sie verfügen über ein kompaktes Display und zeigen ebenfalls die wichtigsten Daten aus dem OBD-Speicher an.

Eine weitere Form dieser OBD Adapter sind Geräte mit USB-Anschluss. Sie dienen als reine Schnittstelle zwischen dem Fahrzeug und einem regulären Computer. Der OBD Adapter wird dann direkt am USB-Port eines Laptops oder Tablets angeschlossen. Für die Nutzung wird zusätzlich eine OBD App als Software benötigt. So entsteht mit wenig Aufwand ein OBD-Analysesystem.

Was sind die Unterschiede zwischen OBD und OBD 2 Steckern?

OBD und OBD 2 sind Systeme für die On-Board-Diagnose. OBD 2 kam 1996 auf den Markt und ersetzte das ältere OBD-System. Dies brachte auch Veränderungen für die Schnittstelle und damit auch für die OBD Stecker mit. OBD 2 Stecker sind genormt und besitzen immer 16 Pole. Schnittstellen dieser Art finden sich an Fahrzeugen ab dem Baujahr 1996. Auch die Daten, die diese OBD 2-Systeme bereitstellen, unterliegen Standards. Diese Diagnostic Trouble Codes (DTCs) sind nach den Normen SAE J2012 und ISO 15031-6 festgelegt. Somit sind OBD 2 Stecker und Analysegeräte universell mit allen Fahrzeugen nutzbar, die über eine solche Schnittstelle verfügen. Die älteren OBD 1 Schnittstellen hingegen unterliegen keiner Norm. Aus diesem Grund gibt es hier unterschiedliche Anschlüsse. Teilweise haben diese 12 Pole, andere OBD 1 Anschlüsse sind rund. Die verschiedenen Fahrzeughersteller haben hier jeweils eigene Systeme eingeführt. Aus diesem Grund gibt es für die unterschiedlichen Hersteller und Fahrzeugmodelle jeweils eigene OBD Adapter und Analysegeräte. Ohne die passenden Geräte ist kein Zugriff auf das On-Board-Diagnose-System möglich. Solche OBD 1 Schnittstellen finden sich noch bei Fahrzeugen bis zum Baujahr 2003. Erst dann war der Einsatz von OBD 2 in Europa für alle Autos verpflichtend.

Einsatzmöglichkeiten von OBD Steckern

Der zentrale Einsatzzweck von OBD Steckern ist die Fahrzeugdiagnose. Dank der Normen, die für dieses System inzwischen gelten, ist der Einsatz auch außerhalb von Vertragswerkstätten problemlos möglich. So setzen auch Logistikunternehmen OBD Diagnosegeräte in der eigenen Fahrzeugwartung ein. Über diese Stecker ist es möglich, detaillierte Informationen über den Zustand des Fahrzeugs zu erhalten. Ebenfalls lassen sich Fehlermeldungen auslesen und analysieren, die während der Fahrt aufgetreten sind. Dies hilft bei der Lokalisierung von Problemen in Fahrzeugen, besonders in den Bereichen der Motorsteuerung, des Abgassystems sowie bei elektronischen Komponenten, die an OBD angeschlossen sind.

Dies in Verbindung mit dem Remote Tacho Download von FleetGO ist die optimale Lösung für Ihr Flottenmanagement. So können Sie ganz einfach remote den Fahrtenschreiber auslesen. Auf diese Weise erfüllen Sie alle Vorschriften für die komplette Flotte. Zusätzlich zu der Sicherheit der automatischen Speicherung gibt es eine Option zur Fahrtenschreiberanalyse.

OBD Stecker als Teil des Flottenmanagements

Der Einsatz von OBD Steckern mit integrierter GPS-Fahrzeugortung ist im Flottenmanagement interessant. Einerseits übermitteln diese Systeme die aktuelle Position des Fahrzeugs, was für die Fahrtenschreiberanalyse und die Disposition von Vorteil ist. Andererseits senden diese Systeme auch aktuelle Telematik-Daten des Fahrzeugs. Dazu gehören Informationen, die ohne OBD nicht so einfach auszulesen sind, wie etwa Daten des Motors. Dies hilft dabei, frühzeitig Probleme mit einem Fahrzeug zu erkennen. Der betroffene Fahrer kann dann informiert und das Fahrzeug zur Wartung beordert werden, bevor es zu einem Ausfall kommt.

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Quellen:


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