Ladungssicherung Anhänger

Anhänger sind eine praktische und vielseitig einsetzbare Möglichkeit, schwere und sperrige Dinge zu transportieren. Sowohl im privaten Bereich als auch im Gewerbe kommen sie daher häufig zum Einsatz. Wer aber Möbel, Geräte oder andere große und schwere Gegenstände mit einem Anhänger befördern möchte, muss unbedingt auf die angemessene Anhänger-Ladungssicherung achten. Sie ist aufgrund der Sicherheit im Straßenverkehr sehr wichtig. Herabfallende Objekte stellen ein hohes Sicherheitsrisiko dar und können zu schweren Unfällen führen. Aus diesem Grund legt der Gesetzgeber für diesen Bereich bestimmte Regelungen fest, die sowohl für den gewerblichen Einsatz als auch für Privatpersonen verbindlich sind. Für die Ladungssicherung im Anhänger sind Vorschriften festgelegt, die in § 22 Absatz 1 sowie § 23 der Straßenverkehrsordnung zu finden sind.

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Ladungssicherung Anhänger Vorschriften: So sehen sie aus

Die auf dem Anhänger befindliche Ladung muss so gesichert werden, dass sie weder bei einer Vollbremsung noch beim Ausweichen oder in Kurven herabfallen, verrutschen, umfallen oder hin- und herfallen kann. Darüber hinaus darf sie während der Fahrt keinen unnötigen Lärm verursachen. Es ist zudem vorgeschrieben, dass die Ladung unter keinen Umständen die Sicht des Fahrers sowie die anderer Verkehrsteilnehmer beeinträchtigen darf. Was die genaue Art der Ladungssicherung betrifft, wenden die zuständigen Behörden die Richtlinien des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) an. Hier gelten die VDI-Richtlinien 2700 ff. In erster Linie wurden sie für eine angemessene Ladungssicherung auf Lkw entwickelt, sie sind aber ebenso für Pkw mit Anhängern gültig. Es gibt verschiedene Arten der Ladungssicherung für Anhänger, die in der Praxis Anwendung finden können oder sogar müssen. Die DIN EN 12640 legt für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen Gewicht das Vorhandensein von Zurrpunkten fest und empfiehlt sie auch dringend für kleinere und leichtere Anhänger. Befinden sich vier Zurrpunkte in den Ecken der Bodenplatte, kann der Einsatz von Zurrgurten bereits eine effektive Ladungssicherung darstellen.

Ladungssicherung Anhänger: Arten der effektiven Sicherung von Objekten

Die bereits erwähnten Zurrgurte sind eine gängige Methode, wenn es um eine kraftschlüssige Ladungssicherung auf dem Anhänger geht. Zusammen mit rutschhemmenden Matten wird so zuverlässig verhindert, dass sich die Ladung während der Fahrt unnötig bewegt. Eine weitere Möglichkeit, Waren und Güter auf dem Anhänger zu sichern, ist die formschlüssige Ladungssicherung. Hier wird darauf geachtet, dass sich die schwersten Gegenstände im unteren Bereich befinden. Ein Lastverteilungsplan hilft beim fachgerechten Verladen und Sichern. Es ist ebenfalls darauf zu achten, dass die Gegenstände möglichst lückenlos verteilt und angeordnet werden. Reicht die Ladung selbst nicht aus, können zur Stabilisierung etwa Leerpaletten eingesetzt werden. Schüttgüter wie Sand oder Blumenerde benötigen zusätzlich eine Abdeckplane, die die Sicherheit während des Transports erhöht.

In unseren Artikel zum Beladen und Entladen von Lkw finden Sie mehr Informationen zu dieser Thematik.

Ladungssicherung Anhänger: Strafen werden bei unzureichender Sicherung fällig

Kommt es zu Verstößen gegen die Vorschriften der Ladungssicherung auf einem Anhänger, haften sowohl der Fahrer als auch der Fahrzeughalter (siehe Ladungssicherung und Bußgeld). Abhängig davon, in welcher Situation die unzureichende Sicherung festgestellt wird, werden bestimmte Bußgelder fällig. Auch ein Eintrag in die Verkehrssünderkartei ist möglich. Stellen Polizeibeamte einen Verstoß gegen die Ladungssicherungsvorschriften im Rahmen einer Verkehrskontrolle fest, können sie dem Fahrer die Weiterfahrt verbieten, bis die Ladung ausreichend gesichert ist. Das Verhängen eines Bußgelds ist ebenfalls möglich. Drastische Strafen drohen, wenn es aufgrund einer unzureichend gesicherten Ladung zu einem Unfall gekommen ist. Dann wird in jedem Fall Anzeige erstattet. Kamen Menschen zu Schaden, ist schlimmstenfalls eine Freiheitsstrafe denkbar. Die zuständige Versicherung kann zudem die Haftung verweigern, was zusätzliche finanzielle Schwierigkeiten mit sich bringt.

Ladungssicherung auf dem Anhänger: Tipps und gesetzliche Regelungen bei Überstand

Auch bei der Nutzung eines Anhängers kann es vorkommen, dass nicht alle Gegenstände auf der vorhandenen Ladefläche Platz finden. Dann kommt es zu einem sogenannten Überstand, bei dem die Objekte über den Anhänger hinausragen. Bezüglich der Ladungssicherung bei Anhängern mit Überstand gibt es folgende Regelungen: Der Überstand darf zwischen 1,5 und 3 Meter nach hinten über die Anhängerfläche hinaus betragen. Überschreitet er 1 Meter, dann muss der Überstand mit einem Schild oder eine Fahne für alle sichtbar gekennzeichnet werden. Jeder Anhänger eignet sich für eine Beladung bis zu einem festgelegten Gesamtgewicht. Dieses darf keinesfalls überschritten werden. Ist die Last 5 Prozent schwerer als vorgeschrieben, fällt eine Strafe von 5 Euro an. Wird die maximal zulässige Belastung um mehr als 30 Prozent überschritten, muss eine Strafe von 235 Euro gezahlt werden. Dazu gibt es 1 Punkt in Flensburg.

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Quellen:

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