aktualisiert am 23.05.2026
Das Lkw-Tankvolumen reicht je nach Fahrzeugklasse und Hersteller von kleineren Tanks mit einem Fassungsvermögen von ca. 200 Litern bis zu Großtanks mit 1.300–1.500 Litern oder mehr. Es gibt keine allgemeine gesetzliche Höchstgrenze für das Tankvolumen eines Lkw.
Hinweis zum ADR: Das ADR (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße) nennt die Grenze von 1.500 Litern im Zusammenhang mit Freistellungsmengen für Kraftstoff als Gefahrgut – konkret als Mengenschwelle für Ausnahmen nach ADR-Abschnitt 1.1.3. Dies ist keine Bauvorschrift für Lkw-Kraftstofftanks, sondern eine gefahrgutrechtliche Regelung für besondere Beförderungsszenarien.
Das Lkw-Tankvolumen, also die tatsächliche Füllmenge, muss in die Berechnung der Nutzlast einbezogen werden. Ein größeres Tankvolumen bedeutet bei voller Füllung ein höheres Fahrzeuggewicht. Dieses zusätzliche Gewicht reduziert die verfügbare Nutzlast und kann den Kraftstoffverbrauch indirekt erhöhen. Bei der Wahl des richtigen Tanks sollten daher Reichweitenbedarf, typische Beladung und das zulässige Gesamtgewicht sorgfältig abgewogen werden. Bei der Bestellung von Lkw ist der wichtigste Faktor für die Wahl des richtigen Tanks die übliche Verwendung des Lkw.
Warum Diesel bei Lkw immer noch gefragt ist
Trotz des schlechten Rufs dieses Treibstoffs und des Rückgangs der Verkaufszahlen von Diesel-Pkw ist der Diesel in der Welt der Lkw nach wie vor der Primus.
Dafür gibt es zwar mehrere Gründe, aber der vielleicht wichtigste ist, dass ein Nutzfahrzeug, das Dutzende von Tonnen auf der Autobahn bewegen muss, Leistung braucht: viel Leistung. Deshalb ist der Dieselmotor im Moment der Sieger.
Abgesehen von den Kraftstoffkosten und den Kilometern, die ein Diesel im Vergleich zu einem Benzinfahrzeug mit der gleichen Anzahl von Litern im Tank zurücklegen kann (ein weiterer Vorteil des Dieselmotors), haben Dieselfahrzeuge auch eine höhere Lebensdauer. Das ist ein großer Vorteil für Unternehmen mit Lkw-Flotten – wir sprechen hier von bis zu einer Million Kilometern mehr im Vergleich zu einem Benzinmotor.
Auch wenn in Zukunft andere Optionen zur Verfügung stehen könnten, wie z.B. Flüssiggas, von dem einige Experten glauben, dass es den Dieselmotor verdrängen könnte, ist es eine Tatsache, dass Unternehmen mit Nutzfahrzeugen sich heute noch für den Dieselmotor entscheiden. Das Gleiche gilt für die Hersteller, die nur wenige Alternativen anbieten.
Wie hoch ist der Kraftstoffverbrauch eines Lkw?
Die Frage nach dem durchschnittlichen Verbrauch von Lkw pro 100 km ist für Speditionen ein entscheidender Faktor. Jeder Liter Diesel, der mehr verbraucht wird, mindert den Gewinn.
Der Dieselverbrauch von Lkw hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Größe und Länge des Lkw
- Ladung und entsprechende Nutzlast
- Tankvolumen des Lkw oder Füllstand mit Diesel
- Fahrstrecke (Stadtverkehr, Landstraße, Höhe)
- Wirkungsgrad des Lkw-Motors
- verwendete Einspritztechnik
- Reifendurchmesser / Reifendruck / Rollwiderstand der Reifen
- gefahrene Geschwindigkeit
Ein voll beladener 40-Tonnen-Lkw benötigt etwa 30 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Das mag viel erscheinen, aber auf die transportierte Ladung gerechnet ist es erstaunlich wenig, denn pro Tonne Ladung liegt der Verbrauch bei kaum mehr als einem Liter pro 100 Kilometer.
Mit FleetGOs GPS-Ortung lassen sich gefahrene Strecken nachverfolgen und Verstöße aufklären. Flottenmanager können so ihre Fahrer nachweislich besser steuern. Darüber hinaus übernehmen Flottenmanager oft die Verantwortung für das Fahrtenschreiber auslesen und Fahrerkarte auslesen. Dies muss im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen regelmäßig geschehen. Die moderne Lösung Tacho 360™ von FleetGO ermöglicht eine vollständige Fahrtenschreiberanalyse und eine einfache Übertragung in das Fahrtenschreiberarchiv.
Was ist mit Lieferwagen?
Kleintransporter sind ein Sonderfall, denn es gibt eine größere Auswahl und sogar elektrische Modelle für die Auslieferung von Waren innerhalb von Städten. Aufgrund ihrer geringeren Größe und Ladung ist ihr Dieselverbrauch jedoch ebenfalls geringer und beträgt im Durchschnitt nur etwa 11-13 Liter pro 100 Kilometer.
Wenn Sie wissen möchten, wie Sie den Kraftstoffverbrauch Ihrer Flotte senken können, finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema Kraftstoff sparen nützliche Informationen.
Zukunftstrends: Alternative Antriebe und ihre Auswirkungen auf das Tankvolumen
Die Transportbranche befindet sich im Wandel, da immer mehr Unternehmen auf umweltfreundlichere Antriebstechnologien setzen. Während Diesel weiterhin die dominierende Kraftstoffquelle für Lkw ist, gewinnen alternative Antriebe zunehmend an Bedeutung.
Elektrische Lkw werden vor allem für den städtischen Lieferverkehr immer interessanter. Unternehmen wie Tesla (mit dem Tesla Semi), Daimler (eActros) und Volvo (FH Electric) treiben die Entwicklung voran. Diese Fahrzeuge benötigen jedoch große Batteriekapazitäten, die das klassische Konzept eines Dieseltanks ersetzen. Aktuelle E-Lkw verfügen über Akkukapazitäten zwischen 300 und 1.000 kWh, was Reichweiten von bis zu 800 km ermöglicht.
Wasserstoffbetriebene Lkw sind eine weitere vielversprechende Alternative. Hersteller wie Hyundai (XCIENT Fuel Cell) und Daimler (GenH2 Truck) setzen auf Brennstoffzellentechnologie. Wasserstofftanks haben je nach Modell ein Volumen von 20 bis 80 kg Wasserstoff, was Reichweiten von 500 bis 1.000 km ermöglicht. Die Ladezeiten sind mit etwa 10–15 Minuten deutlich kürzer als bei batterieelektrischen Lkw.
Bio- und synthetische Kraftstoffe könnten eine Brückentechnologie sein, um die CO₂-Bilanz herkömmlicher Diesel-Lkw zu verbessern. Vor allem HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) und synthetischer Diesel bieten eine emissionsärmere Alternative, ohne dass bestehende Lkw-Flotten umgerüstet werden müssen.
Ausblick
Während Diesel-Tanks in herkömmlichen Lkw weiterhin eine zentrale Rolle spielen, verändert sich die Infrastruktur für alternative Antriebe rasant. In den kommenden Jahren könnte sich das Lkw-Tankvolumen – im Sinne von Batteriekapazität oder Wasserstofftankgrößen – je nach Technologie weiterentwickeln. Der Erfolg dieser Antriebe hängt jedoch maßgeblich von der Verfügbarkeit einer flächendeckenden Lade- bzw. Betankungsinfrastruktur ab.
Quelle:
Disclaimer:
Die kostenlosen und frei zugänglichen Inhalte dieser Webseite wurden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. Der Anbieter dieser Webseite übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten kostenlosen und frei zugänglichen journalistischen Ratgeber und Nachrichten.
Diese Website enthält Verknüpfungen zu Websites Dritter („externe Links“). Diese Websites unterliegen der Haftung der jeweiligen Betreiber. Der Anbieter hat keinerlei Einfluss auf die aktuelle und zukünftige Gestaltung und auf die Inhalte der verknüpften Seiten. Das Setzen von externen Links bedeutet nicht, dass sich der Anbieter die hinter dem Verweis oder Link liegenden Inhalte zu eigen macht.
vollständiger Disclaimer