Fahrerbewertung

Arbeitgeber haben die Option, den Mitarbeitern einen Zuschuss zu den täglichen Fahrtkosten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz zu zahlen. Dies wird als Fahrtkostenzuschuss bezeichnet. In einigen Fällen ist ein solcher Fahrtkostenzuschuss auch steuerfrei.

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Wie funktioniert die Fahrerbewertung?

Eine Bewertung wird auf Basis des Fahrverhaltens erstellt. Dies übernimmt eine Software. Die Daten für diese Auswertungen stammen direkt vom Fahrzeug. Mit telematischen Systemen lassen sich die zentralen Informationen sammeln und an die Software übertragen. Dafür sind verschiedene Informationen des Fahrzeugs wie die Geschwindigkeit und die Motordrehzahl sowie die GPS-Informationen erforderlich. Lösungen von FleetGO für die GPS-Ortung sind zum Beispiel in der Lage, diese Daten zu sammeln.

Das System protokolliert die relevanten Informationen in Echtzeit. Das wird in Relation zur Strecke und dem Fahrzeug gesetzt. Auf Basis dieser Daten entstehen dann ein Fahrerprofil sowie die Auswertung. Die Fahrerbewertung wird meist nach einem Punktesystem erstellt. Auf diese Weise gelingt dann auch ein Vergleich zwischen allen Fahrern im Unternehmen.

Welche Faktoren werden bei einer Fahrerbewertung beurteilt?

Die Fahrerbewertung basiert auf einer Reihe von Informationen. Durch sie ist es möglich, ein Profil des Fahrers sowie eine Analyse des Fahrstils zu erstellen. Software für die Fahrerbewertung wertet so folgende Informationen aus:

  • Kraftstoffverbrauch
  • Brems- und Beschleunigungsverhalten
  • vorausschauendes Fahren
  • Wirtschaftlichkeit
  • Profil der Strecke

Auf Basis dieser Daten entsteht dann ein Fahrerprofil. Dabei berücksichtigt die Software die Gegebenheiten der Strecke. Viele Steigungen oder häufige Ampelphasen beeinflussen etwa den Verbrauch des Fahrzeugs negativ. Das wird bei der Auswertung berücksichtigt, sodass ein objektives Gesamtbild entsteht und ein direkter Vergleich der Fahrer möglich ist.

Die Reports bei der Fahrerbewertung

Die Software erstellt regelmäßig Reports über die einzelnen Fahrer im Unternehmen. Hier lassen sich unterschiedliche Routinen einrichten, zum Beispiel ein Bericht pro Monat. Die Reports sind als PDF oder direkt in der Software verfügbar. So können die Daten in allen Details auch dem Fahrer zur Verfügung gestellt werden.

In den Reports sind zudem die Verstöße gegen Verkehrsregeln hervorgehoben. Dazu zählen vor allem Geschwindigkeitsüberschreitungen. Dies wirkt sich zugleich negativ auf die Fahrerbewertung aus. Weitere Faktoren, die negativ bewerten werden, sind zum Beispiel zu kräftige Bremsmanöver oder Kurvenfahrten mit zu hoher Geschwindigkeit. All diese Punkte werden im Report der Fahrerbewertung hervorgehoben.

Persönliches Dashboard für die Fahrer

Viele Lösungen für die Fahrerbewertung bieten zusätzlich eine App an. Darüber haben Fahrer Zugang zur eigenen Analyse und dem Profil. Hier gibt es oft auch eine Aufschlüsselung der Fahrerbewertung. So zeigt die App zum Beispiel die Bewertung des letzten Monats, der letzten Woche sowie des aktuellen Tages an. Dieses direkte Feedback ist wichtig und hilft dabei, aktiv am eigenen Fahrstil zu arbeiten und ihn zu verbessern. So liefern die Systeme auch den Fahrern direkt eine wertvolle Rückmeldung.

Für welche Fahrzeuge und Strecken ist die Fahrerbewertung geeignet?

Ein Vorteil solcher Systeme ist, dass sie grundsätzlich mit allen Fahrzeugen und Strecken umgehen können. Die unterschiedlichen Fahrzeugtypen mit ihren Eigenschaften berücksichtigt die Software bei der Auswertung. Gleiches gilt für die unterschiedlichen Strecken. Somit gelingt selbst bei Mischflotten und unterschiedlichen Touren eine objektive Bewertung sowie ein Vergleich der Fahrerprofile.

Welche Vorteile hat ein System für die Fahrerbewertung für Unternehmen?

Unternehmen profitieren vor allem auf längere Sicht von der Einführung einer Fahrerbewertung. Auf diesem Weg gelingt es, den Fahrstil nachhaltig zu ändern. Im Fokus steht vor allem eine wirtschaftliche Fahrweise.

Dadurch sinkt einerseits direkt der Treibstoffverbrauch. In Zeiten, in denen die Treibstoffkosten weiter steigen und einen beachtlichen Teil der Aufwendungen von Speditionen darstellen, ist dies ein interessanter Faktor. Andererseits führt ein vorsichtigerer Fahrstil auch zu einem geringeren Verschleiß von Bremsen, Motoren und den Fahrzeugen im Allgemeinen. Weiterhin sinkt das Risiko für Unfälle. Von all diesen Faktoren profitiert ein Unternehmen mit eigenem Fuhrpark, denn die Kosten sinken.

Als Nebeneffekt sorgt ein umsichtiger und seriöser Fahrstil auch für ein gutes Image des Unternehmens. Gerade aggressive und zu schnelle Fahrer bleiben im Gedächtnis, wobei dies nicht mit der Person hinter dem Steuer verbunden wird, sondern mit dem Logo auf dem Lkw.

Motivation der Mitarbeitenden durch die Fahrerbewertung

Die Fahrerbewertung lässt sich gut für die Motivation der Mitarbeitenden einsetzen. Hier ist etwas Kreativität gefragt. Eine Option ist es etwa, einen Fahrer des Monats zu küren. Dies kann mit einem kleinen Preis, einer Auszeichnung oder etwas Ähnlichem verbunden sein. So haben die Fahrer einen Anreiz, eine bessere Bewertung zu erreichen. Das Unternehmen profitiert seinerseits davon, da die Fahrer ihren Fahrstil anpassen.

Die Fahrerbewertung unterstützen

Unternehmen haben die Möglichkeit, ein System für die Fahrerbewertung als Teil eines Konzepts für das Fahrtraining zu implementieren. Dies lässt sich mit Broschüren, Schulungsmaterial in Form von Videos oder auch organisierten Trainings durch externe Lehrer unterstützen. So wird das Angebot zur Verbesserung des Fahrstils abgerundet, und die Effekte der einzelnen Maßnahmen werden maximiert.

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