Fahrsicherheitstraining

Letztes Update: 06.12.2025
Die Sicherheit im Straßenverkehr hat oberste Priorität. Dabei geht es um die eigene Sicherheit sowie die von allen anderen Verkehrsteilnehmern. Das gilt besonders für Berufskraftfahrer, die täglich viele Stunden in unterschiedlichsten Fahrzeugen verbringen. Grundsätzlich gilt, dass selbst der erfahrenste Fahrer noch etwas zum Thema Fahrsicherheit lernen kann. Aus diesem Grund gibt es Fahrsicherheitstrainings.

Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) können professionelle Fahrsicherheitstrainings die Unfallhäufigkeit um bis zu 30% reduzieren. Für Unternehmen mit eigenem Fuhrpark bedeutet dies nicht nur mehr Sicherheit für die Mitarbeitenden, sondern auch erhebliche Kosteneinsparungen durch weniger Unfälle, geringere Reparaturkosten und niedrigere Versicherungsprämien.

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Rechtliche Grundlagen und Fürsorgepflicht

Arbeitgeber haben eine gesetzliche Fürsorgepflicht gegenüber ihren Beschäftigten. Diese ist im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und in den Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften verankert.

Unfallverhütungsvorschriften

DGUV Vorschrift 70 Fahrzeuge: Regelt die Anforderungen an Fahrzeuge und deren sichere Nutzung. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass Fahrer für ihre Tätigkeit geeignet und ausgebildet sind.

DGUV Regel 114-005 Fahrzeuge Führen: Konkretisiert die Anforderungen an Fahrzeugführer. Hier wird empfohlen, dass Fahrer regelmäßig an Fahrsicherheitstrainings teilnehmen, insbesondere:

  • Bei Einstellung neuer Fahrer
  • Bei Wechsel auf andere Fahrzeugklassen
  • Nach längerer Fahrpause
  • Bei Auffälligkeiten im Fahrverhalten
  • Mindestens alle 3-5 Jahre als Auffrischung

Haftungsrechtliche Aspekte

Im Schadensfall kann dem Arbeitgeber eine Verletzung der Organisationspflicht vorgeworfen werden, wenn nachweislich keine ausreichende Fahrerqualifizierung stattgefunden hat. Fahrsicherheitstrainings dokumentieren die Erfüllung dieser Sorgfaltspflicht.

Themenschwerpunkte beim Fahrsicherheitstraining

Bei den Fahrsicherheitstrainings geht es um alle Aspekte, die mit der Sicherheit im Straßenverkehr in Verbindung stehen. Dabei fokussieren sich die Trainings meist auf einen bestimmten Teilbereich. So gibt es in der Regel nicht ein universelles Fahrtraining, sondern verschiedene Lehrgänge, die oft auch aufeinander aufbauen.

Klassische Fahrsicherheitstrainings

Winterfahrtraining: Spezifische Vorbereitung auf winterliche Straßenverhältnisse. Für Unternehmen bietet es sich an, ein solches Training kurz vor Beginn der Wintersaison anzusetzen. So werden die Mitarbeitenden optimal auf die kommenden Straßenverhältnisse vorbereitet.

Weitere Themenschwerpunkte:

  • Fahren im Winter (Schnee, Eis, Glätte)
  • Sicherheitstraining mit verschiedenen Fahrzeugklassen
  • Allgemeines Fahrsicherheitstraining
  • Wirtschaftliches und vorausschauendes Fahren
  • Ladungssicherung und Fahrzeugbeladung
  • Eco-Driving und Kraftstoffeffizienz

Moderne Trainingskonzepte

E-Mobilitäts-Schulungen: Spezielle Trainings für Elektro- und Hybridfahrzeuge. Themen sind:

  • Rekuperationsbremse und deren Einsatz
  • Reichweitenmanagement
  • Optimierung der Fahrweise für maximale Reichweite
  • Besonderheiten beim Laden
  • Umgang mit Hochvolt-Systemen (Sicherheit)

Fahrassistenzsysteme-Training: Moderne Fahrzeuge verfügen über zahlreiche Assistenzsysteme:

  • Notbremsassistent und adaptive Geschwindigkeitsregelung (ACC)
  • Spurhalteassistent und Spurwechselassistent
  • Totwinkelüberwachung und Abbiegeassistent
  • Einparkassistent und Rückfahrkamera
  • Verkehrszeichenerkennung

Digitale Trainingsmethoden:

  • Virtual Reality (VR) Simulatoren für Gefahrensituationen
  • E-Learning-Module für theoretisches Wissen
  • Telematik-gestützte Fahrverhaltensanalyse
  • Mobile Apps für kontinuierliches Training

Inhalte eines Fahrsicherheitstrainings

Die Inhalte der Fahrtrainings sind sehr vielseitig. Abhängig von der Art des Trainings liegt der Fokus auf unterschiedlichen Bereichen. Jedes Fahrsicherheitstraining besteht aus mehreren Komponenten. Dazu zählen sowohl praktische Übungen als auch theoretisches Training. Aus diesem Grund dauern die meisten Trainings einen oder einen halben Tag, also zwischen 4 und 8 Stunden.

Theoretische Inhalte

Physikalische Grundlagen:

  • Bremsweg und Reaktionsweg
  • Fliehkräfte in Kurven
  • Aquaplaning und Spurrillen
  • Fahrzeugdynamik bei unterschiedlichen Beladungszuständen

Gefahrenlehre:

  • Typische Unfallursachen und deren Vermeidung
  • Risikofaktoren (Geschwindigkeit, Ablenkung, Müdigkeit)
  • Defensives Fahren
  • Vorausschauende Fahrweise

Fahrzeugtechnik:

  • Funktionsweise moderner Sicherheitssysteme (ABS, ESP, ASR)
  • Grenzen der Assistenzsysteme
  • Richtige Sitzposition und Lenkradhaltung
  • Reifenkunde und Profiltiefe

Praktische Übungen

Das Fahrsicherheitstraining beschäftigt sich nicht ausschließlich mit Punkten, die mit dem aktiven Fahren zusammenhängen. Zur Sicherheit zählt auch der Umgang mit Ladung oder das Verständnis für die verschiedenen Sicherheitssysteme, die in modernen Fahrzeugen vorhanden sind.

Typische praktische Übungen:

  • Slalomparcours: Verbesserung der Fahrzeugbeherrschung
  • Bremsen auf unterschiedlichen Untergründen: Trockene oder nasse Fahrbahn sowie auf Eis und Schnee
  • Vollbremsung mit ABS: Richtiges Verhalten und Grenzen kennenlernen
  • Kurvenfahrten bei verschiedenen Straßenverhältnissen: Über- und Untersteuern erleben
  • Ausweichtraining: Hindernissen ausweichen mit und ohne Bremsen
  • Schleuderkurs: Fahrzeug bei Kontrollverlust wieder stabilisieren
  • Aquaplaning-Simulation: Verhalten bei Wasserglätte
  • Gefahrenbremsung: Reaktionszeit und Bremsweg optimieren

Weitere Inhalte:

  • Sicherheitstechnik im Fahrzeug verstehen und nutzen
  • Fahrökonomie und Fahrsicherheit
  • Wirtschaftliches Fahren
  • Ladung sichern und Schwerpunkte beachten

Für welche Fahrzeuge werden Fahrtrainings angeboten?

Unternehmen mit eigenem Fuhrpark nutzen unterschiedlichste Fahrzeuge. Das reicht von normalen Pkw über Kleintransporter bis hin zu großen Lkw. Jedes dieser Fahrzeuge hat spezifische Fahreigenschaften und reagiert unterschiedlich. Aus diesem Grund gibt es auch Fahrtrainings für unterschiedliche Fahrzeugklassen.

Fahrzeugspezifische Trainings

Pkw-Trainings:

  • Basis-Fahrsicherheitstraining für Firmenwagen
  • Intensiv-Training für Vielfahrer
  • Wintertraining für erschwerte Bedingungen
  • Eco-Driving für Kraftstoffeinsparung

Transporter und Kleintransporter:

  • Besonderheiten beim Beladen (Schwerpunkt, Gewichtsverteilung)
  • Bremsverhalten bei unterschiedlicher Beladung
  • Rangieren und Rückwärtsfahren
  • Toter Winkel und Spiegel einstellen

Lkw-Trainings:

  • Lkw-Basis-Training für Einsteiger
  • Lkw-Intensiv-Training für erfahrene Fahrer
  • Gefahrgut-Transporte (spezielle Anforderungen)
  • Schwertransporte und Spezialtransporte
  • Gliederzüge und Sattelzüge

Bus-Trainings:

  • Personenbeförderung sicher gestalten
  • Notfallmanagement (Evakuierung, Feuer)
  • Fahrgastkomfort (sanftes Anfahren und Bremsen)

Spezialfahrzeuge:

  • Gabelstapler und Flurförderzeuge
  • Kranfahrzeuge
  • Baumaschinen
  • Land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge

Unternehmen können so gezielt ein oder mehrere Fahrtrainings durchführen, die zu den Fahrzeugen im eigenen Fuhrpark passen.

Für wen lohnt sich ein Fahrsicherheitstraining?

Von einem Fahrsicherheitstraining profitiert grundsätzlich jeder Fahrer und jede Fahrerin. Das gilt für Fahranfänger genauso wie für Fahrer mit jahrzehntelanger Erfahrung.

Zielgruppen

Besonders empfohlen für:

  • Neueingestellte Fahrer (als Teil der Einarbeitung)
  • Fahrer nach längerer Pause (z.B. nach Elternzeit, Krankheit)
  • Fahrer mit Auffälligkeiten im Fahrverhalten oder nach Unfällen
  • Vielfahrer mit hoher jährlicher Kilometerleistung (>20.000 km)
  • Fahrer beim Wechsel auf eine andere Fahrzeugklasse
  • Alle Fahrer als regelmäßige Auffrischung (alle 3-5 Jahre)

Regelmäßige Wiederholung

Es ist sinnvoll, solche Trainings in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. Auf diese Weise lässt sich das Thema Sicherheit im Straßenverkehr immer wieder in den Fokus bringen. Hilfreich sind dabei die unterschiedlichen Themenschwerpunkte bei den Fahrtrainings, was für Abwechslung sorgt.

Ebenfalls ist es so möglich, die Trainings thematisch aufeinander aufzubauen. Jedes Unternehmen kann so eine eigene, langfristige Strategie erstellen und kontinuierlich Wissen und Fähigkeiten der Mitarbeitenden verbessern.

Wie lässt sich ein Fahrsicherheitstraining organisieren?

Ein Fahrtraining wird immer von Fachpersonal angeboten und durchgeführt. Die Trainer verfügen über spezielle Qualifikationen und langjährige Erfahrung.

Anbieter und Fahrsicherheitszentren

Große überregionale Anbieter:

  • ADAC Fahrsicherheitszentren: Über 40 Standorte in Deutschland
  • DEKRA Akademie: Flächendeckendes Netz an Trainingszentren
  • TÜV-Fahrsicherheitstraining: Regional unterschiedliche Angebote
  • DVR-anerkannte Anbieter: Qualitätsgesicherte Trainings

Lokale und regionale Anbieter:

  • Fahrschulen mit Fahrsicherheitstraining
  • Automobilclubs und Verkehrswachten
  • Spezialisierte Trainingszentren

Trainingsumgebungen

Einige der Trainings erfordern eine spezielle Umgebung, wie etwa das Ausweichen oder Übungen auf Schnee. Aus diesem Grund finden die Trainings meist in Fahrsicherheitszentren statt. Diese sind professionell ausgestattet und können unterschiedlichste Situationen simulieren:

Ausstattung moderner Fahrsicherheitszentren:

  • Kreisbahn für Schleudererfahrungen
  • Wasserhindernisse für Aquaplaning
  • Künstliche Glatteisflächen (auch im Sommer)
  • Ausweichparcours mit Hindernissen
  • Bremsstrecken (trocken, nass, rutschig)
  • Steigungen und Gefälle
  • Slalomstrecken

Mobile Trainings und Fahrsimulationen

Fahrsimulatortraining: Eine weitere Option sind Fahrsimulatoren. Auch damit lassen sich umfangreiche Trainings durchführen. Der Vorteil ist hier, dass Fahrsimulatoren zum Teil sogar mobil sind. So können Unternehmen den Fahrsimulator mieten und das Training auf dem eigenen Hof, begleitet von den Fahrsicherheitstrainern, durchführen.

Vorteile von Simulatortraining:

  • Wetterunabhängig
  • Extreme Gefahrensituationen ohne Risiko trainieren
  • Wiederholbarkeit identischer Situationen
  • Geringere Kosten
  • Direkte Auswertung und Feedback

Eigene Fahrzeuge oder Trainingsfahrzeuge?

In vielen Fällen ist es möglich oder erforderlich, die eigenen Fahrzeuge für das Training zu nutzen. Das ist auch sinnvoll, denn damit sind die Mitarbeitenden schließlich im Alltag auf den Straßen unterwegs. Bei vielen Übungen geht es darum, ein konkretes Gefühl für ein bestimmtes Fahrzeug sowie dafür zu bekommen, wie es sich in verschiedenen Situationen verhält.

Alternativ stellen die Trainingszentren eigene Fahrzeuge zur Verfügung, insbesondere für intensive Übungen, bei denen erhöhter Verschleiß entsteht.

Welche Vorteile hat das Fahrsicherheitstraining für Unternehmen und Mitarbeitende?

Ein Fahrsicherheitstraining hat das zentrale Ziel, die Fähigkeiten der Mitarbeitenden zu verbessern. Auch soll das Bewusstsein für Gefahren gesteigert werden. Das alles führt dazu, dass die Mitarbeitenden zukünftig am Steuer Situationen besser einschätzen können und dann richtig reagieren.

Sicherheit und Unfallreduzierung

Messbare Erfolge: Das sorgt in erster Linie dafür, dass sich die Unfallhäufigkeit reduziert. Studien des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) zeigen:

  • 30% weniger Unfälle nach professionellem Fahrsicherheitstraining
  • Reduzierung der Unfallschwere bei verbleibenden Unfällen
  • Verbessertes Gefahrenbewusstsein führt zu defensiverer Fahrweise

Wirtschaftliche Vorteile

Kosteneinsparungen für Unternehmen:

  • Reduzierte Reparaturkosten durch weniger Unfälle und Schäden
  • Geringere Ausfallzeiten von Fahrzeugen
  • Niedrigere Versicherungsprämien: viele Versicherer gewähren Rabatte
  • Reduzierter Treibstoffverbrauch durch vorausschauende Fahrweise (bis zu 15% Einsparung)
  • Geringere Verschleißkosten (Bremsen, Reifen, Kupplung)
  • Weniger Leasingrückgaben-Kosten durch schonendere Fahrzeugbehandlung

Konkrete Zahlen: Laut Berechnungen der Berufsgenossenschaften amortisiert sich ein Fahrsicherheitstraining bereits nach Vermeidung eines einzigen mittelschweren Unfalls.

Weitere Vorteile

Für die Mitarbeitenden:

  • Gesundheitsschutz: Reduzierung des Verletzungsrisikos
  • Mehr Sicherheit im Straßenverkehr (beruflich und privat)
  • Stressreduzierung durch souveräneren Umgang mit schwierigen Situationen
  • Persönliche Weiterentwicklung der Fahrfähigkeiten

Für das Unternehmen:

  • Teambuilding: In der Regel nehmen mehrere Mitarbeitende gemeinsam teil
  • Mitarbeiterzufriedenheit: Wertschätzung durch Investition in Sicherheit
  • Imageverbesserung: Verantwortungsbewusstes Unternehmen
  • Geringeres Risiko für Verkehrsverstöße und Bußgelder
  • Steigerung der Zuverlässigkeit im Fuhrpark
  • Erfüllung der Fürsorgepflicht: Haftungsrechtliche Absicherung

Anrechnung auf Berufskraftfahrer-Weiterbildung

Zum Teil lassen sich Fahrsicherheitstrainings auch auf die gesetzlich vorgeschriebenen Berufskraftfahrer-Weiterbildungen (BKrFQG) anrechnen. So erfüllt ein solches Training gleich zwei Zwecke:

Voraussetzungen für die Anrechnung:

  • Training muss von anerkannter Stelle durchgeführt werden
  • Mindestdauer 7 Stunden (1 Modul)
  • Inhalte müssen den BKrFQG-Anforderungen entsprechen
  • Bescheinigung für die Fahrerkarte erforderlich

Besonders Modul 3 (Fahrsicherheit, Gefahrenlehre und Sicherheitstechnik) kann oft durch qualifizierte Fahrsicherheitstrainings abgedeckt werden.

Kosten und Preise für Fahrsicherheitstrainings (2025)

Die Kosten für Fahrsicherheitstrainings variieren je nach Anbieter, Dauer und Fahrzeugklasse:

Durchschnittliche Preise

Pkw-Training:

  • Basis-Training (4 Stunden): 150-250 € pro Person
  • Ganztagstraining (8 Stunden): 300-450 € pro Person
  • Wintertraining (6-8 Stunden): 350-500 € pro Person

Transporter-Training:

  • Ganztagstraining: 400-600 € pro Person

Lkw-Training:

  • Basis-Training: 500-700 € pro Person
  • Intensiv-Training: 800-1.200 € pro Person

Firmentrainings (Gruppen):

  • Oft Rabatte ab 5-10 Teilnehmern
  • Individuelle Angebote möglich
  • Mobile Trainings teilweise teurer

Zusatzkosten:

  • Fahrzeugmiete (falls eigene Fahrzeuge nicht genutzt werden): 50-150 € pro Tag
  • Versicherung für Trainingsfahrzeuge: meist inklusive
  • Verpflegung: 20-40 € pro Tag (optional)

Förderungen für das Fahrsicherheitstraining durch die Berufsgenossenschaft

Unternehmen erhalten in vielen Fällen Fördergelder von der eigenen Berufsgenossenschaft, wenn sie ein Fahrsicherheitstraining durchführen. Ob eine solche Förderung möglich ist und in welcher Höhe die Berufsgenossenschaft die Kosten übernimmt, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr)

Die BG Verkehr bezuschusst Fahrsicherheitstrainings im Rahmen ihres Arbeitsschutzprämien-Programms:

Förderung:

  • Bis zu 50% der Trainingskosten oder maximal 200 € pro Teilnehmer
  • Voraussetzung: Anerkannter Trainingsanbieter (ADAC, DEKRA, TÜV, DVR-zertifiziert)
  • Antragstellung vor dem Training erforderlich
  • Beschränkung auf eine bestimmte Anzahl Teilnehmer pro Jahr

Geförderte Trainings:

  • Pkw-Fahrsicherheitstraining
  • Lkw-Fahrsicherheitstraining
  • Transporter-Training
  • Motorrad-Training (für gewerbliche Nutzung)

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG)

Die VBG fördert Fahrsicherheitstrainings im Rahmen ihrer Präventionsprogramme:

Förderung:

  • Bis zu 50% der Kosten, maximal 300 € pro Teilnehmer
  • Für Pkw, Kleintransporter, Lkw und Motorräder
  • Voraussetzung: Mindestens 6 Teilnehmer
  • DVR-anerkannter Anbieter

Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)

Die BGHM bietet besonders attraktive Förderkonditionen:

Förderung:

  • Komplette Kostenübernahme möglich bei Erfüllung aller Kriterien
  • Alternativ: 50% Förderung, maximal 250 € pro Teilnehmer
  • Voraussetzung: Training entspricht BGHM-Anforderungen
  • Anerkannte Schulungsstätte erforderlich

Schwerpunkte:

  • Besonders für Montagefahrzeuge und Servicefahrzeuge
  • Transporter mit Ladungssicherung
  • Lkw-Trainings

Weitere Berufsgenossenschaften

Auch andere Berufsgenossenschaften bieten Förderungen an:

  • BG BAU (Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft)
  • BG ETEM (Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse)
  • BGW (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege)

Antragstellung und Tipps

Vorgehensweise:

  1. Kontakt zur zuständigen Berufsgenossenschaft aufnehmen
  2. Förderantrag vor dem Training stellen
  3. Anerkannten Anbieter auswählen
  4. Teilnehmerliste und Nachweise einreichen
  5. Förderbetrag wird nach Training ausgezahlt

Wichtige Hinweise:

  • Förderanträge müssen meist vor dem Training gestellt werden
  • Nachträgliche Förderungen sind oft nicht möglich
  • Bescheinigungen und Teilnahmebescheinigungen aufbewahren
  • Nur anerkannte Anbieter werden gefördert

Unternehmen, die Mitglied in einer Berufsgenossenschaft sind, sollten sich frühzeitig an den zuständigen Sicherheitsbeauftragten wenden. Er informiert genau über mögliche Zuschüsse und Förderungen sowie die Bedingungen. Auch beim ADAC oder der DEKRA gibt es Informationen zu möglichen Förderprogrammen.

Digitale Unterstützung für mehr Fahrsicherheit

Neben klassischen Fahrsicherheitstrainings können moderne Telematik-Systeme die Fahrsicherheit im Alltag kontinuierlich unterstützen:

Fahrverhaltensanalyse: Mit Lösungen zur GPS Ortung und Fahrstil-Analyse haben Fuhrparkmanager ihre Flotte jederzeit im Griff. Telematik-Systeme erfassen:

  • Beschleunigungsverhalten und Bremsverhalten
  • Kurvengeschwindigkeiten
  • Leerlaufzeiten und Motorauslastung
  • Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen

Automatisierte Compliance: Die Flottenverfolgung wird durch Lösungen für das automatische Fahrtenschreiber Auslesen ergänzt. Unternehmen können so sicherstellen, dass:

  • Lenk- und Ruhezeiten eingehalten werden
  • Fahrer nicht übermüdet am Steuer sitzen
  • Gesetzliche Vorgaben erfüllt sind

Kombination aus Training und Technik: Die Kombination aus professionellen Fahrsicherheitstrainings und moderner Telematik-Unterstützung bietet maximale Sicherheit und Effizienz im Fuhrpark.


Quellen

Quellen


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